Der Krüppel und das Gift

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Der Krüppel und das Gift

Der Krüppel und das Gift

Conte Verlag

Zum ersten Mal thematisiert Axel Herzog sein eigenes Leben. Ein Leben, das geprägt und beherrscht wird von einer heimtückischen, unheilbaren Krankheit, dem „Refsum-Syndrom“. Erblindung, Gehunfähigkeit durch Gelenkdeformierungen, chronischer Schmerz durch Neuropathie und diverse „kleine Beeinträchtigungen“ sind ihre Folgen. Die Zahl der Betroffenen ist verschwindend gering, in der Bundesrepublik Deutschland schätzt man sie auf 60 – max. 80. Doch bald schon entwickelt sich die Krankengeschichte des fiktiven Patienten Wernau zum Albtraum einer wahnwitzigen, aber spannenden Suche nach Schuld und Schuldzuweisung. In dem Kranken wächst der irrationale Wunsch, sich an denen zu rächen, die er für sein Schicksal verantwortlich macht. Zugleich erlebt Wernau in der leidenschaftlichen Verbindung mit einer Unbekannten den Rausch eines Glückes, das vom Schatten ihrer Vergangenheit bedroht wird.

Wahnsinnige Wut auf Ärzte –
Axel Herzog entwickelt Krankengeschichte zum spannenden Thriller

… Es fällt aus dem Rahmen, Axel Herzogs neues Buch „Der Krüppel und das Gift“ bei dem es um Mord, um Schuld, Rache und ärztliche Verantwortung geht.
… Dr. Wolf Wernau leidet an einer besonderen Ausformung der Retinitis Pigmentosa, dem Refsum Syndrom, einem vererbten Gendefekt, der zur Erblindung, Schwerhörigkeit und Bewegungsstörungen führt. Wären seine Ärzte damals informiert gewesen und hätten es diagnostiziert, könnte er womöglich noch sehen und wäre nicht auf einen Rollstuhl angewiesen. Jetzt quält ihn nicht nur sein Körper, sondern es tun auch Rachegedanken, als die vermeintliche Studentin Lisa in sein Leben schneit und seinem Brüten eine neue Richtung gibt. Was Herzog zu diesem Buch getrieben hat, ist die Tatsache, dass Wernaus Krankengeschichte seine eigene ist.
… Das Wissen um Morbus Refsum hat ihn lange geschockt: „Es hat depressive Phasen hinterlassen, ich musste das irgendwie loswerden, es verarbeiten.“ Was er mit dem Schreiben seines neuen Buches auch getan hat. Keine typische Krankengeschichte sollte das sein und ist es auch nicht geworden. Sondern ein spannender Thriller um einen von seinen Zweifeln und seiner Wut zunehmend in den Wahn getriebenen Menschen, der herausfindet, wie leicht Töten eigentlich ist.

Saarbrücker Zeitung, 19. 8. 2008

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